30 YEARS AFTER

Tschernobyl – 30 Jahre nach der Katastrophe

Der größte atomare Unfall der Menschheit

Die Katastrophe fand am 26. April 1986 im Kernkraftwerk Tschernobyl in der Nähe des gleichnamigen Dorfes und der nur zwei Kilometer entfernten Stadt Prypiat statt. Die verheerende Explosion wurde durch einen Super-Gau im Reaktor 4 des Kraftwerks ausgelöst, die den Betonmantel des Reaktors zerstörte und dadurch riesige Mengen an radioaktivem Material in die Atmosphäre freisetzte. Die Katastrophe gilt als eine der größten vom Menschen verursachten Katastrophen der Geschichte. Nach der Katastrophe wurde um das Kernkraftwerk eine großflächige Schutzzone errichtet, die auch heute, 30 Jahre danach, besteht. Die ca. 2.600 qkm große Zone umfasst neben dem Kernkraftwerk selbst die Stadt Prypjat sowie einige kleine Dörfer, die alle verlassen wurden.

Offiziell wohnt niemand mehr in Tschernobyl, jedoch gibt es nach wie vor Arbeiter im Kraftwerk, die Schutzzone wird bewacht und die Folgen der Katastrophe werden erforscht. Außerdem wird derzeit an einer neuen Schutzhülle für den Reaktorblock 4 gearbeitet, die 2018 fertiggestellt werden soll.

Ich begleitete meinen Freund Alex Detig von restart productions bei seiner Filmdokumentation für das ZDF. Dabei entstanden meine Bilder.

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Axel Ruske // Alex Detig

das Kraftwerk heute

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Direkt nach der Katastrophe vor 30 Jahren begann der Bau des so genannten Sarkophags. Die notdürftige Errichtung 1986 führte dazu, dass die Schutzhülle aus Beton mittlerweile bauliche Mängel aufweist. Da die Schutzhülle, trotz ständiger Reparaturen, immer brüchiger wird, würde dieser Zerfall in naher Zukunft dafür sorgen, dass weiteres hochgiftiges radioaktives Material aus dem Reaktorblock entweicht.
Daher wurde der Bau einer neuen Schutzhülle im Jahre 2007 begonnen. Das Budget wurde damals auf ca. 500 Millionen Euro berechnet. Mittlerweile ist der Betrag auf über 1,5 Milliarden gestiegen und wird überwiegend von Ländern der EU finanziert.

Die riesige kuppelförmige Hülle, die auch als „Dome“ bezeichnet wird, soll nach Fertigstellung über den gesamten Reaktorblock 4 als Ganzes geschoben werden. Damit ist dies das größte bewegliche Bauwerk der Welt. Anschließend soll die Kuppel verschlossen werden und in deren Innern über einen Zeitraum von über 100 Jahren der zerstörte Reaktor ferngesteuert demontiert und endgelagert werden.

Eine umfangreichere Fotodokumentation finden Sie >hier:

Galerie

Diese Fotos sind urheberrechtlich geschützt. Eine Nutzung ist nicht gestattet. Copyright 2015: Axel Ruske, Wiesbaden.

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